Lange hatte ich darüber nachgedacht, ob - und wenn ja, wie - ich mich am Tag X in Erinnerung rufen wollen würde. Der Tag X ist heute. Dein 30. Geburtstag.
Seit nunmehr fast 9 Monaten hab’ ich kein Sterbenswörtchen von Dir vernommen; und ich denke noch immer täglich an Dich. Gestern Nacht geistertest Du sogar durch meine Träume. Ich fand’s zauberhaft... schön... so vertraut... so realistisch anmutend... wie damals. Damals...
Ein Anruf wäre das Naheliegendste gewesen. Aber ich schaffe es nicht einmal, zum Hörer zu greifen, denn Deine Nummer zu wählen. Meine Gefühle hätte ich beim Ertönen Deiner Stimme nicht länger unter Kontrolle. Dessen bin ich mir sicher.
Eine selbstbemalte Karte käme von Herzen. Aber ich will Dir nicht zeigen, wie’s in mir aussieht, wenn ich an Dich denke... nicht einmal, DASS ich so sehr an Dich denke... dass Du mir noch immer viel bedeutest.
Eine e-card/e-mail wäre schnell abgeschickt. Aber ich weiß nicht, ob sie jemals von Dir gelesen würde.
Eine SMS täte uns beiden am wenigsten weh, dachte ich. Nur ein „
Alles Liebe zum Geburtstag! :-) - Bia". Ja. Ja! Kein „
Ich hoffe,... .". Nein. Nein! Es würde zu viel Schmerz darin mitschwingen. Schmerz, der Dich antasten könnte, wärest Du noch empfänglich dafür. Und Du willst mich ja aus Deinem Kopf bekommen, sagtest Du. Möglicherweise hast Du’s; und ich...
Aber ich konnte nicht einfach schweigen.
Ein kleiner Gruß. Ohne ein „
Ich liebe Dich.". Gefühlt, aber verschwiegen. Diesmal. Für immer.
