damals,... vor drei Jahren
Apocalyptica [21. Februar 2003, Berlin]
Okay, der Mind-Scan-Modus ist eingeschaltet.
by the way: Das eigentliche Review kennzeichne ich mit „+++++".
Zum ersten Mal seit laaaanger Zeit benutzten A. und ich die S-Bahn, um zur Columbiahalle zu gelangen, und wir hatten das Glück, auf dem Rückweg die letzte solche jener Nacht zu erwischen.
Vor der Halle stapelte sich das geschwärzte Fußvolk, und das Warten wurde länger als erhofft. Und sehr warm war’s draußen nicht...
Irgendwann meinten zwei Mädls zu uns, auf der Ankündigungstafel sei „Apocalyptica" falsch geschrieben. Zum xx. Mal streifte mein Blick die Anzeige... und siehe da: JAAAA! [Wieso ich das vorher nicht erkannt habe, ist mir ein Rätsel.] Da stand zu lesen:
COLUMBIA HALLE
TONIGHT
APOKALYPTICA
20 Uhr
Jesus!!! Zwar hatte ich - nachdem A. und ich uns Tage zuvor erfolglos zu erkundigen versuchten, wer als Support auftreten würde - gewitzelt, Tonight sei wohl die Vor-Band, aber SOWAS... ? eieiei! Danach war für uns zweierlei denkbar: 1.) Einer Band namens Apokalyptica würden wir bestimmt nicht zuhören wollen; und 2.) [in Anbetracht dessen, dass die Einlasszeit schon überschritten war:] Unsere finnischen Cello-Götter bemerkten den grausamen Fehler, waren in ihrer Ehre gekränkt und haben sich in die nächste Kneipe verdrückt.
Unsere Spekulationen nahmen Ausmaße an, deren Weitläufigkeit weeeeiiiit am Thema vorbeiginge, also....
Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf: Garderobe [wie immer: viel zu teuer], Toilette [dito!], Merchandising-Stand [dito! und demzufolge diesmal keine Fan-Artikel eingesackt], Bar [dito! und diesmal bloß Cola gesüffelt]. ... ... Wie fast immer wuselte ich mich danach gen Bühne durch die Massen; A. mir hinterher. Als ich glaubte, einen günstigen Platz gefunden zu haben, blieb ich stehen und wartete auf A..
Die Bühne war mit einer Leinwand, einem Podest und vier (!!!) Stühlen ausgestattet. ... Nachdem wir eine halbe Ewigkeit lang mit Musik aus der Konserve [die Vor-Band des Abends?!?] gefüttert worden waren, wurden die Nebelmaschinen in Betrieb genommen; und zwar so extrem, dass von der Bühne so gut wie nichts mehr zu sehen war.
Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt von der Hinhaltetaktik [= noch mehr Konservenmukke, noch mehr Nebelschwaden] ziemlich angenervt und forderte Apocalyptica lautstark heraus. ... Und dann kamen sie.... irgendwann.
+++++
Anfangs waren kaum die Umrisse der vier die Bühne enternden Gestalten zu erkennen. Allerdings bestätigte sich die Vermutung, dass Antero Manninen - das vierte Apo-Gründungsmitglied - die zum Trio geschrumpfte Combo unterstützen würde, schnell.
Eigentlich gestaltete sich der Apocalyptica-Auftritt so, wie man ihn kennt und erwartet:
exzessive, leidenschaftliche, gekonnte Bearbeitung der Cellos, vortreffliches Zusammenspiel des Quartetts, kraftvolle, intensiv-emotional hinausgebrüllte Ansagen, eine mit glühendster Erotik geschwängerte Atmosphäre...
Hinzu kam der Live-Einsatz eines Drummers [nein, nicht Dave Lombardo! :-( ... irgendein süßer Landsmann der Finnen]. Sonstige ehemals Apo-fremden Klänge, wie z.B. vom Piano, von Violinen und Trompeten [wie sie auf „Reflections" zu vernehmen sind], kamen vom Band.
Die vier Cellisten (ab und an nebst Drummer) boten dem begeisterten Publikum einen musikalischen Querschnitt aus allen CD-Veröffentlichungen aus dem Hause „Apocalyptica". Es fehlten weder Cover-Stücke von Metallica (z.B. „One", „Enter Sandman", „Master of Puppets"), Sepultura (mit der besten Ansage von Perttu zu „Refuse/Resist" *ggg*) und Grieg’s „Hall of the Mountain King", noch eigene Kompositionen von den Alben „Cult" sowie „Reflections". Alles da; ..... mit Ausnahme von „The Unforgiven". *schluchz*
Angereichert wurde die musikalische Darbietung mit diversen Apocalyptica-Videos und anderen visuellen Spielereien, die über die Leinwand flimmerten. Sehr nett gemacht; besonders fein war’s für diejenigen, die nur wenig Sicht auf die live musizierenden Finnen hatten [also für MICH bspw.].
Nach einer kurzen Pause erschienen Eicca (im Unterhemd) und Perttu (mit nacktem Oberkörper *sabber*) leichter als zuvor bekleidet. WOW, war das sexy! Nackte, verschwitzte Haut und „vibrierende" Cellos... mmhmmmm!!!
Die Jungs sind auf der Bühne so wild, dass kein Auge trocken bleibt... oder so.
Viel zu früh war das Set zu Ende; Apo rauschten ab, wurden dann für zwei oder drei Zugaben zurück auf die Bühne gebrüllt + geklatscht und ließen sich danach auch nicht von einer johlenden, applaudierenden, rufenden Fan-Gemeinde zur zweiten Zugabe animieren. Dennoch erschienen sie nochmals, um sich Händchen haltend und verbeugend zu verabschieden.
Erst als Minuten später das Licht anging, wurden die Rufe nach einer weiteren Zugabe leiser; bis sich irgendwann selbst der Letzte damit abfand, dass das Konzi vorbei war und Richtung Ausgang strebte.
Fazit: Sehr, sehr schön und viel zu schnell Vergangenheit.
Okay, der Mind-Scan-Modus ist eingeschaltet.
by the way: Das eigentliche Review kennzeichne ich mit „+++++".
Zum ersten Mal seit laaaanger Zeit benutzten A. und ich die S-Bahn, um zur Columbiahalle zu gelangen, und wir hatten das Glück, auf dem Rückweg die letzte solche jener Nacht zu erwischen.
Vor der Halle stapelte sich das geschwärzte Fußvolk, und das Warten wurde länger als erhofft. Und sehr warm war’s draußen nicht...
Irgendwann meinten zwei Mädls zu uns, auf der Ankündigungstafel sei „Apocalyptica" falsch geschrieben. Zum xx. Mal streifte mein Blick die Anzeige... und siehe da: JAAAA! [Wieso ich das vorher nicht erkannt habe, ist mir ein Rätsel.] Da stand zu lesen:
COLUMBIA HALLE
TONIGHT
APOKALYPTICA
20 Uhr
Jesus!!! Zwar hatte ich - nachdem A. und ich uns Tage zuvor erfolglos zu erkundigen versuchten, wer als Support auftreten würde - gewitzelt, Tonight sei wohl die Vor-Band, aber SOWAS... ? eieiei! Danach war für uns zweierlei denkbar: 1.) Einer Band namens Apokalyptica würden wir bestimmt nicht zuhören wollen; und 2.) [in Anbetracht dessen, dass die Einlasszeit schon überschritten war:] Unsere finnischen Cello-Götter bemerkten den grausamen Fehler, waren in ihrer Ehre gekränkt und haben sich in die nächste Kneipe verdrückt.
Unsere Spekulationen nahmen Ausmaße an, deren Weitläufigkeit weeeeiiiit am Thema vorbeiginge, also....
Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf: Garderobe [wie immer: viel zu teuer], Toilette [dito!], Merchandising-Stand [dito! und demzufolge diesmal keine Fan-Artikel eingesackt], Bar [dito! und diesmal bloß Cola gesüffelt]. ... ... Wie fast immer wuselte ich mich danach gen Bühne durch die Massen; A. mir hinterher. Als ich glaubte, einen günstigen Platz gefunden zu haben, blieb ich stehen und wartete auf A..
Die Bühne war mit einer Leinwand, einem Podest und vier (!!!) Stühlen ausgestattet. ... Nachdem wir eine halbe Ewigkeit lang mit Musik aus der Konserve [die Vor-Band des Abends?!?] gefüttert worden waren, wurden die Nebelmaschinen in Betrieb genommen; und zwar so extrem, dass von der Bühne so gut wie nichts mehr zu sehen war.
Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt von der Hinhaltetaktik [= noch mehr Konservenmukke, noch mehr Nebelschwaden] ziemlich angenervt und forderte Apocalyptica lautstark heraus. ... Und dann kamen sie.... irgendwann.
+++++
Anfangs waren kaum die Umrisse der vier die Bühne enternden Gestalten zu erkennen. Allerdings bestätigte sich die Vermutung, dass Antero Manninen - das vierte Apo-Gründungsmitglied - die zum Trio geschrumpfte Combo unterstützen würde, schnell.
Eigentlich gestaltete sich der Apocalyptica-Auftritt so, wie man ihn kennt und erwartet:
exzessive, leidenschaftliche, gekonnte Bearbeitung der Cellos, vortreffliches Zusammenspiel des Quartetts, kraftvolle, intensiv-emotional hinausgebrüllte Ansagen, eine mit glühendster Erotik geschwängerte Atmosphäre...
Hinzu kam der Live-Einsatz eines Drummers [nein, nicht Dave Lombardo! :-( ... irgendein süßer Landsmann der Finnen]. Sonstige ehemals Apo-fremden Klänge, wie z.B. vom Piano, von Violinen und Trompeten [wie sie auf „Reflections" zu vernehmen sind], kamen vom Band.
Die vier Cellisten (ab und an nebst Drummer) boten dem begeisterten Publikum einen musikalischen Querschnitt aus allen CD-Veröffentlichungen aus dem Hause „Apocalyptica". Es fehlten weder Cover-Stücke von Metallica (z.B. „One", „Enter Sandman", „Master of Puppets"), Sepultura (mit der besten Ansage von Perttu zu „Refuse/Resist" *ggg*) und Grieg’s „Hall of the Mountain King", noch eigene Kompositionen von den Alben „Cult" sowie „Reflections". Alles da; ..... mit Ausnahme von „The Unforgiven". *schluchz*
Angereichert wurde die musikalische Darbietung mit diversen Apocalyptica-Videos und anderen visuellen Spielereien, die über die Leinwand flimmerten. Sehr nett gemacht; besonders fein war’s für diejenigen, die nur wenig Sicht auf die live musizierenden Finnen hatten [also für MICH bspw.].
Nach einer kurzen Pause erschienen Eicca (im Unterhemd) und Perttu (mit nacktem Oberkörper *sabber*) leichter als zuvor bekleidet. WOW, war das sexy! Nackte, verschwitzte Haut und „vibrierende" Cellos... mmhmmmm!!!
Die Jungs sind auf der Bühne so wild, dass kein Auge trocken bleibt... oder so.
Viel zu früh war das Set zu Ende; Apo rauschten ab, wurden dann für zwei oder drei Zugaben zurück auf die Bühne gebrüllt + geklatscht und ließen sich danach auch nicht von einer johlenden, applaudierenden, rufenden Fan-Gemeinde zur zweiten Zugabe animieren. Dennoch erschienen sie nochmals, um sich Händchen haltend und verbeugend zu verabschieden.
Erst als Minuten später das Licht anging, wurden die Rufe nach einer weiteren Zugabe leiser; bis sich irgendwann selbst der Letzte damit abfand, dass das Konzi vorbei war und Richtung Ausgang strebte.
Fazit: Sehr, sehr schön und viel zu schnell Vergangenheit.
Cinnamonia - 21. Feb, 22:06





