Rueckblende

Sonntag, 29. März 2009

damals, ... vor 15 Tagen

The Killers + Louis XIV [14. März 2009, Berlin]

Hm? Es fühlt sich so an, als sei es länger her.

Für den vorigen Abstecher der Killers in Berlin hatte ich kein Ticket mehr erwerben können; dieses Mal war ich schneller. Für Susi, bei der ich mich an jenem Wochenende einquartiert hatte und die dann doch gern zum Konzert mitkommen wollte, aber ... ach egal... kurzum: zum zweiten Mal war ich ohne Begleitung unterwegs. Zum letzten Mal, denk' ich.

In der Max-Schmeling-Halle, dem Veranstaltungsort, war ich vorher noch nie. Susi war so lieb, mich per Tram hinzubringen. Womöglich hätt' ich auch allein hingefunden. Ja, klar! Doch. Ernsthaft.

Weit und breit kein Schwarzmarkthändler, der für ein paar Kröten (oder mehr) 'ne Karte hätte locker machen wollen. Naja, wir waren eventuell zu spät dran. Echt doof. Mit Susi wär's lustiger gewesen.

Nach der Schlange vorm Eingang folgten Schlangen vor den Garderoben,vorm Getränkeausschank und vor den Toiletten. Kurz nachdem ich letztere verließ, verschwand Louis XIV von der Bühne. Keine Ahnung, ob ich mich darüber hätte ärgern sollen.

Die ziemlich lange Umbaupause setzte dem Ganzen die Krone auf. Mir war öde, so allein... inmitten - oder eher am Rand? - einer großen gesichtslosen Menschenmenge. Überall um mich herum unterhielten sich Leute und hatten Spaß miteinander. Da hüpften sogar vereinzelt Luftballons umher!

The Killers waren toll. :-D Rundum. Akustisch + visuell. Großes Kino. Und Mr. Flowers ist tatsächlich 'ne echte Rampensau.

Den Becher mit Bier hätte ich früher trinken sollen... oder mehr davon. Aber wer weiß, ob ich dann den Rückweg zu Susi's Wohnung gefunden hätte.

Donnerstag, 5. Juni 2008

damals,... vor zwei Jahren

Backyard Babies + Supagroup + Trashlight Vision + Free Little Pigs [05. Juni 2006, Dresden]

Es gibt einen Grund dafür, weshalb ich bis dato kein schriftliches Wort zu dem vor genau zwei Jahren besuchten Konzert verloren habe: Die meiste Zeit, in der die auf dem Programm stehenden Bands auf der ziemlich kleinen Bühne des ziemlich kleinen Veranstaltungsortes, "Alter Schlachthof" in Dresden, zeigten, dass Rock 'n' Roll eine geile, laute, spaßige Zeit bedeutet, sauste ich zwischen dem Konzertraum und dem Damen-WC hin und her, um meinen Mageninhalt portionsweise loszuwerden.

ein Stück Dresdner Eierschecke
einen Eisbecher mit Eierlikör
eine große Portion Tagliatelle mit Garnelen und Ruccula

Vorwärts hatte es so viel besser geschmeckt.

Noch Fragen? ;-)

Also, die musikalische Darbietung der Bands hatte keine Schuld an meinem Elend. Bereits auf dem Weg zum Schlachthof schmerzte mein Magen verdächtig. Der basslastige, wummernde Schall in dem Räumchen gab mir dann den Rest. [Ich Dusseline hatte mich sogar eine Weile an eine der Wände gelehnt. A-U-A.]

Meinem Brüderchen schien der Konzertabend gefallen zu haben. Obwohl ich halb tot gewesen war, hielt es ihn nicht davon ab, noch zwei oder drei Songs mitzunehmen, ehe er sich erbarmte und wir die Rückfahrt zu seinem damaligen Studienort (Chemnitz) antraten.

Mittwoch, 20. Februar 2008

damals,... vor vier Tagen

The Cure [16. Februar 2008, Berlin]

„Lieber The Cure-Fan, am Samstag ist es endlich soweit - The Cure kommen live nach Berlin." So stand es in der servicemail, die mir eventim am 13. Februar zusandte; (fast) genau 100 Tage nachdem ich mein Ticket dort bestellt hatte.

Stattfinden sollte das Konzert in der arena Berlin Treptow. Die Veranstaltung wurde dann aber ins Velodrom verlegt. Etwa, weil die zuletzt genannte Örtlichkeit mehr Platz bietet? Da bin ich mir nicht so sicher. Das Sardinen-in-der-Büchse- Gefühl, das ich während des dreistündigen 80ies-Flashbacks kaum abschütteln konnte, lässt mich das Gegenteil glauben. Aus meinem Vorhaben, einmal richtig die Sau ‘rauszulassen, zumal ich (das erste Mal!) ohne Begleitung unterwegs war, ist nichts geworden. Mir war es viel zu eng zum Herumzappeln.

So, und jetzt der Reihe nach.

Bis dato hatte ich mich anlässlich eines Konzertes meistens bei meinem Begleiter eingenistet. Weil ich jedoch dieses Mal keinen finden konnte, musste ich mir eine andere Übernachtungsmöglichkeit suchen. Meine Cousine Susi war so lieb, mich in ihrer Wohnung willkommen zu heißen.

Am Nachmittag des 16. Februar, dem The-Cure- Tag, fuhr ich mit der Bahn zum Berliner Hauptbahnhof und kämpfte mich danach mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Wohnung von Susi durch. Nicht ganz, ohne mich ein bisschen zu verirren. Kleine Frau, große Stadt. Ja, ja.

Bei meinem Cousinchen angekommen, gerieten wir doch tatsächlich ins Quasseln, sodass ich ziemlich spät von dort Richtung Velodrom aufbrach. (Hätte das Konzert pünktlich um 20 Uhr begonnen, hätte ich mehr als ein oder zwei Lieder verpasst.) Als ich die riesige Menschenschlange vorm Einlass sah, glaubte ich gar nicht mehr daran, überhaupt noch rechtzeitig in Bühnennähe zu gelangen. Meine Fresse... ! Drinnen waren es zigmal so viele. So viele schwarzgewandete Leute auf einem Haufen habe ich das letzte Mal auf dem WGT 2001 in Leipzig gesehen.

Es schien nahezu unmöglich zu sein, noch in diesem Jahrhundert einen Jacken-Platz in der Garderobe ergattern zu können. Man wurde von einer Garderobe zur nächsten geschickt. (Fast) überall wurden die Haken bereits benutzt. Auf der Suche nach einem freien Haken für meine Jacke habe ich das Velodrominnere beinahe umrundet. Weitere Zeit schluckte die Warterei auf eine Erfrischung an einer der Getränkestationen. Bevor ich meinen Becher mit Mineralwasser ‘runtergestürzt hatte, verhallten schon ein oder zwei Cure-Liedchen. Dann der obligatorische Gang zur Toilette. Überraschenderweise ging’s dort ruckzuck.

Der Blick ins eigentliche Innere des Velodroms hat mich geradezu erschlagen. Im mittleren Rechteck standen Leute dicht an dicht, und die Sitzplätze ringsum waren auch alle belegt. Selbst die zahlreichen Ausgänge waren mit Menschen vollgequetscht. Wie erwähnt: Sardinen-in-der-Büchse- Gefühl! Ich selbst nahm mit einem Stehplatz in einem Ein-/Ausgang seitlich der Bühne vorlieb.

Wegen des recht schlechten Ausblicks auf das Geschehen auf der Bühne ärgerte ich mich schon. Erst nach ein paar Liedern - und zwar bei meinem Lieblingsstück von The Cure: pictures of you - hatte ich freie Sicht auf die Bühne. Wohl nur, weil einige Leute in meinem Umkreis Bier-Nachschub brauchten und deswegen das Feld für eine kleine Weile räumten. ... Wahrlich erfreut war ich über den phantastischen Sound, die hübschen Lichteffekte, die gute Performance und riesige Spielfreude der Band. Etwa drei Stunden lang - inklusive von drei relativ langen Zugabenblöcken - spielte und sang sich die Truppe um Robert Smith die Seele aus dem Leib; und das Publikum ging anfangs zögerlich, aber später umso ausgelassener, mit. Die Begeisterung auf beiden Seiten steigerte sich gewaltig, was sich zuletzt am stärksten im tosenden Applaus, Gekreische und Gepfeife bemerkbar machte, nachdem sich Mr. Smith - sichtlich gerührt und von dem Feedback des Publikums selbst begeistert - nach einem (halben) Rundgang über die ganze Bühne mit einem erschöpft-glücklich-fröhlichen „Good Night!" gegen Mitternacht endgültig verabschiedete.

Vorausschauend nahm ich meine Jacke bereits vor den Zugaben in Empfang, sodass mir weiteres Herumwarten in Menschenschlangen erspart blieb. Dennoch erreichte ich mein Nachtlager erst gegen halb zwei in der Früh. Kleine Frau, große Stadt. Siehe weiter oben! Ja, ja.

Freitag, 21. Dezember 2007

damals,... vor drei Monaten

HIM [21. September 2007, Berlin]

Seit dem Augenblick, in dem „join me" das erste Mal in mein Ohr drang, sind einige Jahre vergangen. Mich hatte es urplötzlich voll erwischt; und dieses Wohlgefühl, welches mich einlullt, während ich Musikstücken von HIM lausche, ließ bis jetzt nicht nach.

Heute ist es drei Monate her, seit ich mir den Traum, Ville Valo und seine Mitstreiter wahrhaftig zu erleben, erfüllte.

Ziemlich kurzfristig hatte ich auf der website der Columbiahalle gelesen, dass HIM am 21. September ein intimes Konzert zur Vorstellung des frisch erschienenen sechsten Albums, „Venus Doom", in dem winzigen ColumbiaClub geben würde. Meine Vorfreude war riesengroß, als ich mich zum Kartenvorverkauf weiterklickte. Jedoch, wie nicht anders zu erwarten gewesen sein dürfte, waren die wenigen käuflichen Tickets zu diesem Zeitpunkt bereits an den Mann und die Frau gebracht. Ein paar Zitterpartien später - und 251 Euro auf meinem Konto weniger - hatte ich zwei Tickets sicher. Gepriesen sei e-bay! ;-)

Leicht war es nicht, einen Begleiter zu finden. Allein wollte ich mich diesem Vergnügen nicht hingeben; und eine Übernachtungsmöglichkeit hatte ich zudem nötig. Ein Anreiz sollte meine Einladung zu diesem Erlebnis sein. Unverständlicherweise - für mich - hat es sogar dann erst mit Aufbringung aller meiner Überredungskünste für eine Zusage gereicht. Meine Güte... Männer...! [Das konnte ich mir nun wirklich nicht verkneifen.] Nun ja, wenn man mit solcherlei Musik eher wenig anzufangen weiß, ist’s wohl verzeihlich.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und A.W. - ‘mal vorneweg; die letzten 200 Meter oder so im Schlepptau - ging’s Richtung Tempelhof; mit dem Ziel: ColumbiaClub. Dass alle Leute, die vor der kleinen Konzerthalle warteten, in selbige hineinpassen würden, hätte ich nicht gedacht. Eine optische Täuschung!?

A.W.’s „Willy Wonka, Willy Wonka"- Rufe hallen jetzt noch manchmal in meinem Schädel wider. War es die Aufregung, die ihn für geschätzte zehn Minuten zum Pinkeln ins „Unterholz" weglockte? Mir schien es, als sei er zu Fuß noch einmal nach Hause gesaust. Tzzz...

Erst ein Weilchen nach der angekündigten Einlasszeit öffnete sich die Türe des niedlichen Ex-Kinos. Zähflüssig schob sich ein schmaler Strang der schwarzen Menschenmasse hindurch. Wir warteten. Relativ lange. Nach meinem Empfinden bewegte sich mehrere Minuten lang nichts vorwärts. Dieser Eindruck wurde bald zur Gewissheit. Wir standen inmitten von Leuten, die als Gäste geladen waren und den verhältnismäßig wenigen Leuten, die eine Eintrittskarte vorweisen konnten, den Vortritt geben sollten. Na toll...

Nach dem Ticketentwerten, der Taschen- und Leibesvisitation, der Jackenabgabe, dem Durstlöschen (mit Mineralwasser... ja, wirklich!) und dem obligatorischen Toilettenbesuch blieb noch ausreichend Zeit für weitere „Willy Wonka, Willy Wonka"- Rufe, dusseliges Gequatsche, sehnsüchtiges Geseufze und das Abtasten der Anwesenden mit den Augen. Mancher „Fehlalarm" wurde ausgelöst, als Leute, die die Instrumente einstellten, auf und über die Bühne huschten. Es dauerte aber auch tatsächlich recht lange, bis sich die finnischen Love-Metaller dem erwartungsvollen Publikum zeigten.

Die setlist des Abends bekomme ich nicht mehr zusammen. Eigentlich hatte ich angenommen, dass ausschließlich Songs von „Venus Doom" auf dem Programm stehen würden, denn die Vorankündigung ließ genau das vermuten. Zu meiner Freude wurden allerdings mindestens - oder genau (?) - zwei Vertreter pro Album dargeboten. Ein schöner Querschnitt durch die gesamte Schaffenszeit der mit jedem Lied gefeierten Finnen!

Ville’s Stimme, die sich an diesem Abend eher selten in die Tiefen, die mir jedes Mal die wohligsten Schauer über den Rücken jagen, hinabwagte, enttäuschte mich ein wenig. Die Passagen, in denen er seine Emotionen kraftvoll hinausschrie, machten dies aber fast wett. Der nett anzusehende (welch’ Untertreibung!) Frontmann hatte ein Dauerlächeln auf dem Gesicht; selbst mit Zigarette im Mundwinkel! Mir schien es so, als sei er angesäuselt. In diversen Foren las ich, er sei offensichtlich gut gelaunt gewesen. Ob mit oder ohne Alkohol im Blut, kann ich nicht sagen. Die restlichen Bandmitglieder gaben mir keinen Grund zum Meckern; besonders Migé empfand ich (neben Ville, natürlich!) als am besten zu bestaunen. Seine „Grimassen" sind ja auch sowas von entzückend!

Nach einem „fuck you, Jesus"- Liedchen verschwand Ville hinter der Bühne, während die übrigen Herren noch einmal voll aufdrehten, um dann einige Minuten später ebenfalls unter heftigem Applaus und Gegröhle das Weite zu suchen. Auch Minuten anhaltendes Verlangen nach einer Zugabe brachte die Musiker nicht zurück. Ja, nach etwas über einer Stunde war der ganze Zauber vorbei; nur das taube Gefühl in den Ohren, das wohlige Gefühl im Leib und das selige Lächeln dauerten an.

Freitag, 7. Juli 2006

damals,... vor fünf Jahren

Woodstage [7. Juli 2001, Glauchau]

Als wir den Gründelpark Samstag Vormittag gefunden hatten, waren noch Unmengen von Tickets zu haben; was sich dann in einem erhöhten Eintrittspreis von 65,- DM/Ticket niederschlug.

Kaum hatten wir den Eingang zum Park passiert und uns auf das Gelände gewagt, kam uns K. entgegen und begrüßte uns sogleich. (Darüber, dass er mich sofort aus der Menge der Woodstage- Pilgerer heraus identifizierte, bin ich auch jetzt noch erstaunt. Ich hätte ihn nicht erkannt.)

Vorausdenkend - wie ich nunmal bin *lol* - hatte ich eine Decke, mit der wir unser Revier markierten, mitgebracht. Es sah echt klasse aus: unmittelbar vor der Bühne bis hin zum Beginn der Rasenfläche war gähnende Leere, und dahinter erstrahlte ein Meer aus Wolldecken, auf denen sich die Leute räkelten und die sengend- heiße Sonne anbeteten.

Gegen 12:30 Uhr ging’s los.

Die Opener - Zombie Joe - hatten es sehr schwer, die Schwarzen sowie das Buntvolk zu entflammen; dabei waren die Jungs gar nicht so übel. Ich hab’ mich kaum getraut zu applaudieren, weil’s ansonsten so gut wie keiner tat.

Als nächstes (nach einer kurzen Umbau- und Soundcheck- Pause, die übrigens zwischen allen Auftritten relativ zügig vonstatten ging) kam eine lokale Größe dran: Accessory... zwei düster- rappende (???) Sänger, die sich im synchronisierten Schattenboxen übten, ein Keyboarder und ein Schlagzeuger.... eine komische Kombination, wie ich finde. Den Typen kam der Heimbonus zugute, würde ich meinen, denn sooo toll waren sie meines Empfindens nach nicht.

Tja, und es ward Zeit für die Instanzler...

Vorher schwärmte ich K. dermaßen von den sieben Süßen vor, dass er nicht anders konnte, als mich zur Bühne zu begleiten. Aber aus irgendeinem Grund, den Mutti, bevor er zu „Der Geigenspieler" losfiedelte, nannte, waren die Dresdner vergleichsweise schlecht. Robin hatte wohl Probleme, das Mikro zu bedienen, denn sein Gesang ließ bezüglich der gewohnten Tiefe zu wünschen übrig. Der Rest der Truppe lieferte gute Arbeit; aber ich hab’ sie besser in Erinnerung. Den Fans, die zahlreich erschienen waren und ausgelassen abfeierten, muss es nichts ausgemacht haben, dass die Instanzler nicht das Beste aus sich herausholten. ... Wahrscheinlich lag’s wirklich an dem EINEN alkoholischen Freigetränk pro Bandmitglied. (Mehr gab der Veranstalter nämlich nicht ‘raus.) Mutti sagte in etwa dazu: „Rock ohne Gitarren [bestimmt ‘ne kleine Anspielung auf den Verlust dreier Gitarren aus dem Equipment von LI... Robin ließ es sich auch nicht nehmen, die Thüringer mies zu machen.]... geht..., aber ohne Alkohol...???" Die Ärmsten... *lach* Und sie stimmten „mit mir allein" nicht an. *schnief*

Illuminate sahen wir (K. und ich.... die anderen beiden saßen abseits auf der Decke) uns ebenso aus der Nähe an. ... [Beim WGT musste ich ja zugunsten von Zeromancer auf die Band verzichten.] ... hmmm, die Elfen fehlten, und es war einfach viel zu hell für diese Art Musik... Dennoch kam der Abschlusssong, „Der Traum des Tänzers", irre gut. *schauder*

Die Blind Passengers nahmen wir nur nebenbei, während wir unseren Durst und Hunger stillten, wahr. ... nett! Hätten wir mit dem sättigenden Mahl bloß gewartet, bis Keimzeit uns vorgesetzt wurde.
Keimzeit... au Backe! Der Veranstalter wies das Publikum darauf hin, dass wir doch bitte das Schubladendenken unterlassen und tolerant gegenüber vermeintlich (? *lol*) zur Szene unpassenden Gesangsvereinen sein sollten.

Naja... Es war schon traurig, als die Zeit, die den Typen zur Verfügung stand, abgelaufen war, ehe sie den angekündigten (!!!) letzten Song zum Besten geben konnten. *prust*

Zu L’âme Immortelle nahmen wir die Plätze auf unserer weichen Unterlage wieder ein. ... [A. hatte sich vorher aus dem Staub gemacht, um „eine kleine Runde" ums Gelände zu drehen.] ... Einige Musikstücke der Österreicher, so z.B. „life will never be the same again" sowie „changes" entlockten mir das ein oder andere Seufzen. schöööön!

Den lieblichen Gesängen folgte die krachende Show von Oomph!, die die Masse mitriss. ... Wir hatten unser Plätzchen auf dem Rasen verlassen, um die übriggebliebenen Acts durchgängig aus der Nähe betrachten zu können. ... Oomph! gaben alles, und die Menge tobte. :-) Sie waren beinahe so gut wie beim WGT- Auftritt.

Weiter ging’s mit In Extremo, die ich zum ersten Mal live erlebte. woaaah! Die Mittelaltertruppe animierte so manchen Festivalbesucher dazu, die Beine im Takt zu schwingen und die Texte mitzugröhlen. *g* ...

Einer der lustigen Gesellen hatte am Samstag Geburtstag, und so ergab es sich, dass wir jenem Mann ein Ständchen brachten. Das ging dann so: „happy birthday to you.... happy birthday to you... happy birthday, Dr. Pymonte.... happy biiiiirthdaaaayyy toooo youuuu..."

Die folgende Pause, in der zum wiederholten Mal das Hot- Chocolate- Album von Limp Bizkit aufgelegt wurde [Im ersten Teil des Festivals durften wir uns mehrmals die Black- Market- Music- Scheibe von Placebo anhören.], überbrückten wir, indem wir für unser leibliches Wohl sorgten. ... ahja, nach den letzten Klängen von In Extremo fanden wir A. endlich; verabschiedeten uns aber für ‘ne Weile wieder von ihm, da uns Boa nicht so sehr reizte.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, ließen wir die restlichen Songs von Phillip Boa & The Voodooclub über uns ergehen. Der Mann war g r o t t e n s c h l e c h t !!! (sagte selbst A., und DAS will ‘was heißen!) Entweder war das Zeug, das er geraucht/geschluckt hatte, mengenmäßig zu wenig oder etwas zu viel. Wer weiss? ... Nun ja...K., M. und ich verdrehten abwechselnd die Augen, applaudierten verhalten, buhten stattdessen und machten uns (mehr oder weniger) über die zahlreichen Boa- Fans lustig. [ja, ja... wir sind böse und gemein *g*] Die „ausziehen, ausziehen"- Rufe irritierten mich dann doch ein bisschen...

Auf den folgenden Auftritt warteten wir bereits den ganzen Tag mit leichter Erregung: APOCALYPTICA!!!!
Und der Regen setzte ein...

Nach einer halben Ewigkeit, in der wir schon befürchteten, der Veranstalter würde das Festival frühzeitig wegen des plötzlichen Wolkenbruchs beenden, wurde Apo - unter Beifallsbekundungen der Woodstage- Besucher - angesagt. [Wir hatten uns (ohne A.... wiedermal...) bis zur fünften Reihe oder so vorgekämpft, um die vier Finnen besser sehen zu können. ... btw: Max Lilja - der bärtige Blonde - konnte nicht dabeisein, weil er sich die Hand gebrochen hatte. Für ihn hatten sie aber einen Ersatz im „Gepäck".] Der Mastermind musste seinem Ärger über das eklige Wetter Luft machen und schmetterte uns ein „fuck the rain!" entgegen. Ja, ja... Dabei standen/saßen die Jungs im Trocknen... und wir anderen waren nach einigen Minuten nass bis auf die Haut und standen knöcheltief im Regenwasser. Tja, und es wäre ja auch zuuu schön gewesen, hätte das Gewitter NICHT eingesetzt.

Ich hab’ panisch zum Himmel, den herumstehenden Bäumen und zum Wasser, in dem wir uns aufhielten, geguckt. K. hat versucht, mich zu beruhigen und mir die Angst vor einem Blitzeinschlag zu nehmen... und es gelang ihm sogar kurzzeitig. Im Nachhinein muss ich allerdings zugeben, dass gerade das Gewitter und der strömende Regen eine wunderbare Atmosphäre zum Auftritt Apo’s aufkommen ließen. :-)

Muss ich explizit erwähnen, dass Apo die beste Show des Tages ablieferte? Es war grandios, die vier Cellisten und deren Fans in Ekstase zu erleben. Bei Stücken von Metallica, Slayer (und teilweise bei Sepultura) sangen die Leutchen lauthals mit.... nicht wirklich „im Takt", aber Apo kam nicht durcheinander. *lach*... hach ja... *seufz* genial!!!

Als Apocalyptica von der Bühne verschwunden war, entschlossen wir uns nach einigem Überlegen dazu, Project Pitchfork und Wolfsheim sausen zu lassen, da es merklich kühler wurde, noch immer donnerte und blitzte und wie aus Eimern goss.

Nach einem kurzen Anruf, der dazu diente, A. ausfindig zu machen, schritten wir - den größten Pfützen ausweichend (wozu eigentlich???) - zum Ausgang. Minuten später kam A. auf uns zu, und wir gingen gemeinsam zum ca. einen Kilometer entfernten Parkplatz, auf dem unsere fahrbaren Untersätze auf uns warteten.

[Aus einiger Entfernung vom Gründelpark hörten wir die Stimme des Ansagers, der das Festival wegen des miesen Wetters für beendet erklärte. Die Leute [es waren seeehr viele Pitchfork- Fans zugegen], die bis zu diesem Augenblick ausgeharrt hatten, nahmen diese Nachricht nicht so leicht auf, wurden aber damit vertröstet, dass die Konzerte von PP und Wolfsheim nachgeholt werden würden und man mit dem Woodstage- Ticket freien Einlass bekommen würde.]

hmmm... Völlig durchnässt, aber glücklich und zufrieden, stiegen wir - nach dem Verabschieden von K. - ins Auto und düsten (*lol* bei DEM Wetter unmöglich!) Richtung A.’s alte Heimat los...

Samstag, 1. Juli 2006

damals,... vor drei Jahren + acht Tagen

Björk + Peaches [23. Juni 2003, Berlin]

Dass das Konzert - schon allein wegen der Tatsache, dass es das einzige Björk-Konzi deutschlandweit (neben einem Abstecher beim Hurricane-Festival) in diesem Jahr sein sollte, etwas Besonderes sein würde, dachte ich mir, trotzdem hielt sich meine Vorfreude in Grenzen, weil mich die Musik der zierlichen Isländerin bisher nicht wirklich - im positiven Sinn - reizte.

Die Veranstaltung sollte um 20 Uhr in der alten Arena in Berlin-Treptow beginnen. A. und ich besuchten beide zum zweiten Mal (aber erst zum 1. Mal gemeinsam) ein Konzert in dieser relativ großen, schmucklosen Halle.
Angereist waren wir mit der S-Bahn, und während wir auf den Einlass zusteuerten, wimmelte es weit und breit nur so von Leuten, die unser Vorhaben teilten.
Kaum waren wir von dem Veranstalter-Personal abgefertigt worden, kleckerten die ersten Regentropfen vom grauen Düsterhimmel, der Minütchen vorher durch Blitze erhellt wurde. Die Leute, die nach uns die Arena betraten, waren klatschnass.

Bis zum Auftrittsbeginn des Support-Acts, Peaches, blieb uns wenig Zeit, welche dann (meinerseits) mit einem Gang zur Damentoilette und mit der Suche nach annehmbaren Stehplätzen überbrückt wurde.

Peaches hatte ich ‘mal bei einer Charlotte-Roche-Sendung „kennengelernt"; A. hatte den Überraschungsmoment auf seiner Seite. *ggg*

Was da 40 (45?) Minuten lang auf uns zurollen sollte, war kaum zu ertragen: Die (punk-rockige) Musik sowie ein Teil der Vocals kam vom Band. Alleinunterhalterin war eine durchgeknallte, nervende Tussi, die lasziv über die Bühne fegte, sich dabei ständig (so kam es mir vor) in hässliche Outfits zwängte, und eine - nach meinem (!) Geschmack - ätzende Singstimme mit dümmlichen Texten (inklusive „fuck", „motherfuckers", usw.) paarte.
Schon nach dem zweiten Song bat ich A. darum, mich zu erschießen. Wenn ich geahnt hätte, was noch auf mich draufzukommen würde, hätte ich’s selbst getan. ;-)
Als Peaches, mit einem Brechreiz verursachenden Badeanzug bekleidet, das Publikum mit „shake your dicks, shake your titts!" und entsprechenden Gesten zum Mitmachen animieren wollte (es misslang ihr!), hatte ihr Auftritt seinen absoluten Tiefpunkt erreicht. Zu Ende war er da dennoch nicht.
Einige Fans schien sie aber zu haben; in unserer Nähe zappelte sich ein Typ ununterbrochen die Seele aus dem Leib, und ab und zu waren Geklatsche und „Peaches, Peaches"-Rufe zu hören. Naja, echt nicht meines!

In der Pause trank ich einen Becher Apfelschorle und kehrte danach zu A. Standort zurück.

Mittlerweile war das Publikum total heiß auf Björk, die dann auch recht bald loslegte. Begleitet wurde sie durch ein kleines Orchester (Harfe, Violinen, Cello, ?, ?, ?,) und zwei „Turntablerockers", welche insgesamt für eine phantastische Klangkulisse sorgten.
Noch nie zuvor hatte ich einen solch brillanten Sound während eines Konzerts wahrgenommen; es war alles super-klasse eingestellt.... nicht bloß der Ton, sondern auch das Licht bzw. - später dann - die Pyro-Spielereien. :-)))

Angereichert wurde der visuelle Teil durch das gut-dosierte Einstreuen von atmosphärisch-chilligen Filmchen, die auf eine Leinwand geworfen wurden.

Zu Anfang wurden einige ruhige Songs (sicherlich vom Album „Vespertine", welches A. manchmal des Nachts auflegt, wenn ich zu Besuch bei ihm bin.... ratz-fatz pennt man dabei ein!) gespielt. Zwischendrin sorgten schnellere rockige oder Electro-Songs für mentale Auflockerung. Insgesamt eine gute set-list, denke ich ‘mal.

Irgendwann verschwand Björk, die eine wahrlich faszinierende Ausstrahlung hat (hab’ leider nicht so oft einen Blick auf die Kleine erhaschen können), von der Bühne und ließ sich nur noch 2x für jeweils eine Zugabe zurückrufen.

Den zahlreich erschienenen Fans hat’s gefallen und mir ebenso. Wäre Peaches nicht aufgetreten, gäbe es nichts zu meckern. ;-)

Mittwoch, 21. Juni 2006

damals,... vor vier Jahren

Ärzte-Jubiläumskonzert [21. Juni 2002, Berlin]

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg fanden sich Tausende Fans der Punk-Rocker ein und feierten ihre Helden unter freiem Himmel.

Mir kam es so vor, als würden alle Anwesenden (außer meiner Wenigkeit) die Texte mitgröhlen; die Stimmung war grandios. Später brannten Dixie-Klos. [Hey, ein Reim à la Die Ärzte! *g*]

Sonntag, 21. Mai 2006

damals,... vor vier Jahren

Tool + Pablo [21. Mai 2002, Berlin]

Es war klar, dass das Konzert ausverkauft sein würde, da es das einzige Clubkonzi innerhalb Deutschlands sein sollte. Darum war es auch nicht erstaunlich, auf dem Weg zur Columbiahalle auf Leute, die nach Tickets suchten, zu treffen.

In der Halle angekommen, besichtigten wir zuerst den Merchandisingstand. Wie befürchtet, waren mir die zum Verkauf ausgelegten Waren dann doch zu teuer. (Das billigste T-Shirt sollte 28 Euro kosten. *grusel*) Also: auf zur Bar, um den Durst zu stillen. Ausnahmsweise blieb ich bei Cola, weil mich nicht danach drängte, bei dieser Hitze im Alkoholrausch zusammenzuknicken. ;-)

Vor Konzertbeginn hatten A. und ich uns darauf geeinigt, nicht unbedingt bis zur ersten Reihe hervordringen zu müssen, denn bei Tool - dachten wir - würde es genügen, allein die Musik wahrzunehmen. Tja, und so standen wir irgendwo zwischen dem vorderen Drittel und der Mitte der Halle.

Die Vorband - ein Trio namens Pablo - konnte uns nicht sehr begeistern. Vorher hatten wir beide nichts von denen vernommen und kamen überein, dass es kein Muss ist, die Typen zu kennen.
Deren Auftritt war okay, riss aber niemanden unter den Konzibesuchern zu standing ovations hin.

Nun zu Tool:

Während der gesamten Show der Amis wurden typische Tool-Videos auf einer doppelten Leinwand gespiegelt gezeigt, was die musikalische Darbietung der Herren verstärkte und eine ganz eigene Atmosphäre entstehen ließ. [Wunderprächtig wär's gewesen, wenn ich mehr als bloß winzige Bruchstücke davon gesehen hätte. Wie sonst auch, hab' ich die Riesen unter den Konzigängern wieder magisch angezogen, sodass meine Sicht stark beeinträchtigt wurde. *grummel*]

Die Spielweise von Tool war - meines Erachtens - erste Sahne.... perfekt! (lediglich der Gesang wich vielleicht maximal zwei Sekunden lang von dem auf der Konserve ab) Leider...! Ich meine, ich hab' den Bassisten ab und an erblicken können; den Drummer und den (sitzenden) Gitarristen auch gaaanz kurz,... ABER.... vom Sänger, der sich nach Aussagen von A. die meiste Zeit irgendwo hinterm Gitarristen versteckte, hab' ich gar nichts - außer der Stimme - wahrgenommen. Von daher hätte ich's mir mit "Lateralus" im Ohr auf meiner Couch gemütlich machen können, anstatt in der drängelnden Menschenmenge [da hat nicht etwa jemand 'rumgepogt, geheadbangt oder so... NEIN! ...( wäre ja bei solcher Musik nicht unbedingt vorstellbar)... naja, okay... wenige! ... einige Leutchen versuchten, in Richtung Bühne vorzustoßen, um doch noch einen Blick auf die Band erhaschen zu können, nehme ich 'mal an] nach Luft zu japsen. Also echt... ein paar kleine Patzer wären mir lieber gewesen.

Fazit: tolle Musik, tolle Bilder, ABER: live erwarte ich wenigstens winzige „Patzer", sonst wird's langweilig, wenn man von der Show kaum etwas mitbekommt :-(

Dienstag, 21. Februar 2006

damals,... vor drei Jahren

Apocalyptica [21. Februar 2003, Berlin]

Okay, der Mind-Scan-Modus ist eingeschaltet.
by the way: Das eigentliche Review kennzeichne ich mit „+++++".

Zum ersten Mal seit laaaanger Zeit benutzten A. und ich die S-Bahn, um zur Columbiahalle zu gelangen, und wir hatten das Glück, auf dem Rückweg die letzte solche jener Nacht zu erwischen.

Vor der Halle stapelte sich das geschwärzte Fußvolk, und das Warten wurde länger als erhofft. Und sehr warm war’s draußen nicht...

Irgendwann meinten zwei Mädls zu uns, auf der Ankündigungstafel sei „Apocalyptica" falsch geschrieben. Zum xx. Mal streifte mein Blick die Anzeige... und siehe da: JAAAA! [Wieso ich das vorher nicht erkannt habe, ist mir ein Rätsel.] Da stand zu lesen:


COLUMBIA HALLE
TONIGHT
APOKALYPTICA
20 Uhr


Jesus!!! Zwar hatte ich - nachdem A. und ich uns Tage zuvor erfolglos zu erkundigen versuchten, wer als Support auftreten würde - gewitzelt, Tonight sei wohl die Vor-Band, aber SOWAS... ? eieiei! Danach war für uns zweierlei denkbar: 1.) Einer Band namens Apokalyptica würden wir bestimmt nicht zuhören wollen; und 2.) [in Anbetracht dessen, dass die Einlasszeit schon überschritten war:] Unsere finnischen Cello-Götter bemerkten den grausamen Fehler, waren in ihrer Ehre gekränkt und haben sich in die nächste Kneipe verdrückt.
Unsere Spekulationen nahmen Ausmaße an, deren Weitläufigkeit weeeeiiiit am Thema vorbeiginge, also....

Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf: Garderobe [wie immer: viel zu teuer], Toilette [dito!], Merchandising-Stand [dito! und demzufolge diesmal keine Fan-Artikel eingesackt], Bar [dito! und diesmal bloß Cola gesüffelt]. ... ... Wie fast immer wuselte ich mich danach gen Bühne durch die Massen; A. mir hinterher. Als ich glaubte, einen günstigen Platz gefunden zu haben, blieb ich stehen und wartete auf A..

Die Bühne war mit einer Leinwand, einem Podest und vier (!!!) Stühlen ausgestattet. ... Nachdem wir eine halbe Ewigkeit lang mit Musik aus der Konserve [die Vor-Band des Abends?!?] gefüttert worden waren, wurden die Nebelmaschinen in Betrieb genommen; und zwar so extrem, dass von der Bühne so gut wie nichts mehr zu sehen war.

Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt von der Hinhaltetaktik [= noch mehr Konservenmukke, noch mehr Nebelschwaden] ziemlich angenervt und forderte Apocalyptica lautstark heraus. ... Und dann kamen sie.... irgendwann.


+++++
Anfangs waren kaum die Umrisse der vier die Bühne enternden Gestalten zu erkennen. Allerdings bestätigte sich die Vermutung, dass Antero Manninen - das vierte Apo-Gründungsmitglied - die zum Trio geschrumpfte Combo unterstützen würde, schnell.

Eigentlich gestaltete sich der Apocalyptica-Auftritt so, wie man ihn kennt und erwartet:
exzessive, leidenschaftliche, gekonnte Bearbeitung der Cellos, vortreffliches Zusammenspiel des Quartetts, kraftvolle, intensiv-emotional hinausgebrüllte Ansagen, eine mit glühendster Erotik geschwängerte Atmosphäre...

Hinzu kam der Live-Einsatz eines Drummers [nein, nicht Dave Lombardo! :-( ... irgendein süßer Landsmann der Finnen]. Sonstige ehemals Apo-fremden Klänge, wie z.B. vom Piano, von Violinen und Trompeten [wie sie auf „Reflections" zu vernehmen sind], kamen vom Band.

Die vier Cellisten (ab und an nebst Drummer) boten dem begeisterten Publikum einen musikalischen Querschnitt aus allen CD-Veröffentlichungen aus dem Hause „Apocalyptica". Es fehlten weder Cover-Stücke von Metallica (z.B. „One", „Enter Sandman", „Master of Puppets"), Sepultura (mit der besten Ansage von Perttu zu „Refuse/Resist" *ggg*) und Grieg’s „Hall of the Mountain King", noch eigene Kompositionen von den Alben „Cult" sowie „Reflections". Alles da; ..... mit Ausnahme von „The Unforgiven". *schluchz*

Angereichert wurde die musikalische Darbietung mit diversen Apocalyptica-Videos und anderen visuellen Spielereien, die über die Leinwand flimmerten. Sehr nett gemacht; besonders fein war’s für diejenigen, die nur wenig Sicht auf die live musizierenden Finnen hatten [also für MICH bspw.].

Nach einer kurzen Pause erschienen Eicca (im Unterhemd) und Perttu (mit nacktem Oberkörper *sabber*) leichter als zuvor bekleidet. WOW, war das sexy! Nackte, verschwitzte Haut und „vibrierende" Cellos... mmhmmmm!!!
Die Jungs sind auf der Bühne so wild, dass kein Auge trocken bleibt... oder so.

Viel zu früh war das Set zu Ende; Apo rauschten ab, wurden dann für zwei oder drei Zugaben zurück auf die Bühne gebrüllt + geklatscht und ließen sich danach auch nicht von einer johlenden, applaudierenden, rufenden Fan-Gemeinde zur zweiten Zugabe animieren. Dennoch erschienen sie nochmals, um sich Händchen haltend und verbeugend zu verabschieden.

Erst als Minuten später das Licht anging, wurden die Rufe nach einer weiteren Zugabe leiser; bis sich irgendwann selbst der Letzte damit abfand, dass das Konzi vorbei war und Richtung Ausgang strebte.

Fazit: Sehr, sehr schön und viel zu schnell Vergangenheit.

Samstag, 18. Februar 2006

damals,... vor vier Jahren

Nickelback + Vega4 [18. Februar 2002, Berlin]

Nickelback hat die Columbiahalle am Montag Abend definitiv gerockt. Als Live-Band sind die Jungs spitzenmäßig! Einziger Wermutstropfen: es gab nur EINE Zugabe.

Die irische Vorband namens Vega 4, die musikalisch wohl eine Mischung aus Muse und Travis ist, konnte meine Ohren auch erfreuen.

Meine Befürchtungen, die Halle würde von BRAVO-Girlies überschwemmt sein [so, wie es beim Bush-Konzert (+ Vex Red; am 03. Dezember 2001, Berlin, Columbiahalle) der Fall war], wurden keine Realität.

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