Mittwoch, 20. Februar 2008

damals,... vor vier Tagen

The Cure [16. Februar 2008, Berlin]

„Lieber The Cure-Fan, am Samstag ist es endlich soweit - The Cure kommen live nach Berlin." So stand es in der servicemail, die mir eventim am 13. Februar zusandte; (fast) genau 100 Tage nachdem ich mein Ticket dort bestellt hatte.

Stattfinden sollte das Konzert in der arena Berlin Treptow. Die Veranstaltung wurde dann aber ins Velodrom verlegt. Etwa, weil die zuletzt genannte Örtlichkeit mehr Platz bietet? Da bin ich mir nicht so sicher. Das Sardinen-in-der-Büchse- Gefühl, das ich während des dreistündigen 80ies-Flashbacks kaum abschütteln konnte, lässt mich das Gegenteil glauben. Aus meinem Vorhaben, einmal richtig die Sau ‘rauszulassen, zumal ich (das erste Mal!) ohne Begleitung unterwegs war, ist nichts geworden. Mir war es viel zu eng zum Herumzappeln.

So, und jetzt der Reihe nach.

Bis dato hatte ich mich anlässlich eines Konzertes meistens bei meinem Begleiter eingenistet. Weil ich jedoch dieses Mal keinen finden konnte, musste ich mir eine andere Übernachtungsmöglichkeit suchen. Meine Cousine Susi war so lieb, mich in ihrer Wohnung willkommen zu heißen.

Am Nachmittag des 16. Februar, dem The-Cure- Tag, fuhr ich mit der Bahn zum Berliner Hauptbahnhof und kämpfte mich danach mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Wohnung von Susi durch. Nicht ganz, ohne mich ein bisschen zu verirren. Kleine Frau, große Stadt. Ja, ja.

Bei meinem Cousinchen angekommen, gerieten wir doch tatsächlich ins Quasseln, sodass ich ziemlich spät von dort Richtung Velodrom aufbrach. (Hätte das Konzert pünktlich um 20 Uhr begonnen, hätte ich mehr als ein oder zwei Lieder verpasst.) Als ich die riesige Menschenschlange vorm Einlass sah, glaubte ich gar nicht mehr daran, überhaupt noch rechtzeitig in Bühnennähe zu gelangen. Meine Fresse... ! Drinnen waren es zigmal so viele. So viele schwarzgewandete Leute auf einem Haufen habe ich das letzte Mal auf dem WGT 2001 in Leipzig gesehen.

Es schien nahezu unmöglich zu sein, noch in diesem Jahrhundert einen Jacken-Platz in der Garderobe ergattern zu können. Man wurde von einer Garderobe zur nächsten geschickt. (Fast) überall wurden die Haken bereits benutzt. Auf der Suche nach einem freien Haken für meine Jacke habe ich das Velodrominnere beinahe umrundet. Weitere Zeit schluckte die Warterei auf eine Erfrischung an einer der Getränkestationen. Bevor ich meinen Becher mit Mineralwasser ‘runtergestürzt hatte, verhallten schon ein oder zwei Cure-Liedchen. Dann der obligatorische Gang zur Toilette. Überraschenderweise ging’s dort ruckzuck.

Der Blick ins eigentliche Innere des Velodroms hat mich geradezu erschlagen. Im mittleren Rechteck standen Leute dicht an dicht, und die Sitzplätze ringsum waren auch alle belegt. Selbst die zahlreichen Ausgänge waren mit Menschen vollgequetscht. Wie erwähnt: Sardinen-in-der-Büchse- Gefühl! Ich selbst nahm mit einem Stehplatz in einem Ein-/Ausgang seitlich der Bühne vorlieb.

Wegen des recht schlechten Ausblicks auf das Geschehen auf der Bühne ärgerte ich mich schon. Erst nach ein paar Liedern - und zwar bei meinem Lieblingsstück von The Cure: pictures of you - hatte ich freie Sicht auf die Bühne. Wohl nur, weil einige Leute in meinem Umkreis Bier-Nachschub brauchten und deswegen das Feld für eine kleine Weile räumten. ... Wahrlich erfreut war ich über den phantastischen Sound, die hübschen Lichteffekte, die gute Performance und riesige Spielfreude der Band. Etwa drei Stunden lang - inklusive von drei relativ langen Zugabenblöcken - spielte und sang sich die Truppe um Robert Smith die Seele aus dem Leib; und das Publikum ging anfangs zögerlich, aber später umso ausgelassener, mit. Die Begeisterung auf beiden Seiten steigerte sich gewaltig, was sich zuletzt am stärksten im tosenden Applaus, Gekreische und Gepfeife bemerkbar machte, nachdem sich Mr. Smith - sichtlich gerührt und von dem Feedback des Publikums selbst begeistert - nach einem (halben) Rundgang über die ganze Bühne mit einem erschöpft-glücklich-fröhlichen „Good Night!" gegen Mitternacht endgültig verabschiedete.

Vorausschauend nahm ich meine Jacke bereits vor den Zugaben in Empfang, sodass mir weiteres Herumwarten in Menschenschlangen erspart blieb. Dennoch erreichte ich mein Nachtlager erst gegen halb zwei in der Früh. Kleine Frau, große Stadt. Siehe weiter oben! Ja, ja.

Freitag, 21. Dezember 2007

damals,... vor drei Monaten

HIM [21. September 2007, Berlin]

Seit dem Augenblick, in dem „join me" das erste Mal in mein Ohr drang, sind einige Jahre vergangen. Mich hatte es urplötzlich voll erwischt; und dieses Wohlgefühl, welches mich einlullt, während ich Musikstücken von HIM lausche, ließ bis jetzt nicht nach.

Heute ist es drei Monate her, seit ich mir den Traum, Ville Valo und seine Mitstreiter wahrhaftig zu erleben, erfüllte.

Ziemlich kurzfristig hatte ich auf der website der Columbiahalle gelesen, dass HIM am 21. September ein intimes Konzert zur Vorstellung des frisch erschienenen sechsten Albums, „Venus Doom", in dem winzigen ColumbiaClub geben würde. Meine Vorfreude war riesengroß, als ich mich zum Kartenvorverkauf weiterklickte. Jedoch, wie nicht anders zu erwarten gewesen sein dürfte, waren die wenigen käuflichen Tickets zu diesem Zeitpunkt bereits an den Mann und die Frau gebracht. Ein paar Zitterpartien später - und 251 Euro auf meinem Konto weniger - hatte ich zwei Tickets sicher. Gepriesen sei e-bay! ;-)

Leicht war es nicht, einen Begleiter zu finden. Allein wollte ich mich diesem Vergnügen nicht hingeben; und eine Übernachtungsmöglichkeit hatte ich zudem nötig. Ein Anreiz sollte meine Einladung zu diesem Erlebnis sein. Unverständlicherweise - für mich - hat es sogar dann erst mit Aufbringung aller meiner Überredungskünste für eine Zusage gereicht. Meine Güte... Männer...! [Das konnte ich mir nun wirklich nicht verkneifen.] Nun ja, wenn man mit solcherlei Musik eher wenig anzufangen weiß, ist’s wohl verzeihlich.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und A.W. - ‘mal vorneweg; die letzten 200 Meter oder so im Schlepptau - ging’s Richtung Tempelhof; mit dem Ziel: ColumbiaClub. Dass alle Leute, die vor der kleinen Konzerthalle warteten, in selbige hineinpassen würden, hätte ich nicht gedacht. Eine optische Täuschung!?

A.W.’s „Willy Wonka, Willy Wonka"- Rufe hallen jetzt noch manchmal in meinem Schädel wider. War es die Aufregung, die ihn für geschätzte zehn Minuten zum Pinkeln ins „Unterholz" weglockte? Mir schien es, als sei er zu Fuß noch einmal nach Hause gesaust. Tzzz...

Erst ein Weilchen nach der angekündigten Einlasszeit öffnete sich die Türe des niedlichen Ex-Kinos. Zähflüssig schob sich ein schmaler Strang der schwarzen Menschenmasse hindurch. Wir warteten. Relativ lange. Nach meinem Empfinden bewegte sich mehrere Minuten lang nichts vorwärts. Dieser Eindruck wurde bald zur Gewissheit. Wir standen inmitten von Leuten, die als Gäste geladen waren und den verhältnismäßig wenigen Leuten, die eine Eintrittskarte vorweisen konnten, den Vortritt geben sollten. Na toll...

Nach dem Ticketentwerten, der Taschen- und Leibesvisitation, der Jackenabgabe, dem Durstlöschen (mit Mineralwasser... ja, wirklich!) und dem obligatorischen Toilettenbesuch blieb noch ausreichend Zeit für weitere „Willy Wonka, Willy Wonka"- Rufe, dusseliges Gequatsche, sehnsüchtiges Geseufze und das Abtasten der Anwesenden mit den Augen. Mancher „Fehlalarm" wurde ausgelöst, als Leute, die die Instrumente einstellten, auf und über die Bühne huschten. Es dauerte aber auch tatsächlich recht lange, bis sich die finnischen Love-Metaller dem erwartungsvollen Publikum zeigten.

Die setlist des Abends bekomme ich nicht mehr zusammen. Eigentlich hatte ich angenommen, dass ausschließlich Songs von „Venus Doom" auf dem Programm stehen würden, denn die Vorankündigung ließ genau das vermuten. Zu meiner Freude wurden allerdings mindestens - oder genau (?) - zwei Vertreter pro Album dargeboten. Ein schöner Querschnitt durch die gesamte Schaffenszeit der mit jedem Lied gefeierten Finnen!

Ville’s Stimme, die sich an diesem Abend eher selten in die Tiefen, die mir jedes Mal die wohligsten Schauer über den Rücken jagen, hinabwagte, enttäuschte mich ein wenig. Die Passagen, in denen er seine Emotionen kraftvoll hinausschrie, machten dies aber fast wett. Der nett anzusehende (welch’ Untertreibung!) Frontmann hatte ein Dauerlächeln auf dem Gesicht; selbst mit Zigarette im Mundwinkel! Mir schien es so, als sei er angesäuselt. In diversen Foren las ich, er sei offensichtlich gut gelaunt gewesen. Ob mit oder ohne Alkohol im Blut, kann ich nicht sagen. Die restlichen Bandmitglieder gaben mir keinen Grund zum Meckern; besonders Migé empfand ich (neben Ville, natürlich!) als am besten zu bestaunen. Seine „Grimassen" sind ja auch sowas von entzückend!

Nach einem „fuck you, Jesus"- Liedchen verschwand Ville hinter der Bühne, während die übrigen Herren noch einmal voll aufdrehten, um dann einige Minuten später ebenfalls unter heftigem Applaus und Gegröhle das Weite zu suchen. Auch Minuten anhaltendes Verlangen nach einer Zugabe brachte die Musiker nicht zurück. Ja, nach etwas über einer Stunde war der ganze Zauber vorbei; nur das taube Gefühl in den Ohren, das wohlige Gefühl im Leib und das selige Lächeln dauerten an.

Samstag, 24. November 2007

Ein Jahrestag; der vierte...

Ob Du noch an mich denkst, weiß ich nicht. Ich denke noch so oft an Dich; in diesem Augenblick mit
anniversary von The Cure in den Ohren, einem Lächeln auf den Lippen und Tränen in den Augen.

Samstag, 17. November 2007

mittendrin

... statt nur dabei!?

17.08.1998 [Halle] Green Day + Terrorgruppe
07.06.2000 [Berlin] Oasis + Johnny Marr’s Healers
29.12.2000 [Berlin] Darkstorm Festival
15.02.2001 [Berlin] Marilyn Manson + Disturbed
02.05.2001 [Berlin] Letzte Instanz + Schwarz
01.-04.06.2001 [Leipzig] Wave Gotik Treffen
07.07.2001 [Glauchau] Woodstage
25.09.2001 [Berlin] Tristania + Rotting Christ + Vintersorg + Madder Mortem
29.09.2001 [Chemnitz] Woodstage-Trocken-Konzert
08.11.2001 [Berlin] Lacrimosa + To/Die/For
27.11.2001 [Berlin] Backyard Babies + Danko Jones + Life After Weekend
03.12.2001 [Berlin] Bush + Vex Red
18.02.2002 [Berlin] Nickelback + Vega 4
21.05.2002 [Berlin] Tool + Pablo
21.06.2002 [Berlin] Die Ärzte (Jubiläumskonzert)
06.09.2002 [Berlin] Nightwish + After Forever + Charon
15.10.2002 [Berlin] The 69 Eyes + Sulpher
22.11.2002 [Hamburg] Sentenced + Lacuna Coil + Blackshine
17.12.2002 [Hamburg] Apocalyptica (Prelistening-Treffen)
21.02.2003 [Berlin] Apocalyptica
23.06.2003 [Berlin] Björk + Peaches
13.09.2003 [Berlin] Apocalyptica + The Rasmus + Lambretta + Sandra Nasic
20.11.2003 [Berlin] Marilyn Manson + Peaches
02.04.2005 [Berlin] Apocalyptica + Angelzoom
05.06.2006 [Dresden] Backyard Babies + Supagroup + Trashlight Vision + Free Little Pigs
21.09.2007 [Berlin] HIM
16.02.2008 [Berlin] The Cure
14.03.2009 [Berlin] The Killers + Louis XIV
05.06.2009 [Eberswalde] Roland Kaiser
02.10.2010 [Berlin] Anathema + Anneke van Giersbergen + Petter Carlsen
24.10.2010 [Berlin] Apocalyptica + Livingston
07.07.2011 [Wartin] Whim 'n Rhythm
28.04.2013 [Berlin] Meat Loaf
02.06.2013 [Berlin] Neil Young & Crazy Horse

Sonntag, 7. Oktober 2007

Bebilderte "Neuigkeiten"

Da habe ich es doch wirklich 'mal geschafft, Fotos, die übers ganze Jahr entstanden sind - manche sind sogar aus der Silvesternacht 2006! -, der breiten Öffentlichkeit (haha!), die durch meinen Blog wuselt, aufs Auge zu klatschen. [siehe unter "Bilderalben"!]

Was sonst seit meinem letzten Eintrag passiert ist... hmm... wo fängt man an, wenn einem die Worte fehlen?

Mein Lesestoff


Stephen King
Sunset


Michel de Montaigne
Die Essais

Musikliste


Mumford And Sons
Sigh No More (New Version)



Snow Patrol
Up To Now


Mumford And Sons
Babel (Deluxe Version)

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