Samstag, 30. Dezember 2006

Trallala

Allen, die über diese Zeilen stolpern, wünsche ich einen famosen Ausklang des aktuellen Jahres sowie einen nicht allzu holprigen Start ins - das sich hoffentlich als zauberhaft erweisende - neue Jahr.

Mit "Allen" meine ich alle, aber im Besonderen die üblichen Verdächtigen. Wie sagt man so schön: you'll know who you are! :-x

Dienstag, 21. November 2006

Metaphern-Schwemme

Gib mir ausreichend Zeit und gönne mir wenig Schlaf, dann fange ich damit an, Blumen zu spucken!

Montag, 17. Juli 2006

Blätter & Schleifen

t.: du bist also kein unbeschriebenes blatt mehr
Cinnamonia: hättest Du ein solches lieber?
t.: ist nicht eins am anfang eines jeden buches?
Cinnamonia: möglicherweise nicht, wenn es ein Lehrbuch, das durch viele Hände geht, ist
Cinnamonia: huiii... diese Metapher ist aber nicht auf mich anzuwenden! ;-)
t.: da wollt ich mich grad nach erkundigen
Cinnamonia: dachte ich mir
t.: wer sieht sich schon gern als lehrbuch
Cinnamonia: nun ja... diese Vorstellung finde ich gar nicht schlecht
t.: was bist du? der krimi, die gruselgeschichte oder ein liebesroman
Cinnamonia: eher eine "unendliche Geschichte"
t.: auch die unendlichkeit kommt irgendwann zum anfang zurück
Cinnamonia: dass ich mich wiederhole, kann ich nicht ausschließen
t.: hast das nicht eben scon mal gesagt?
Cinnamonia: hast Du ein déjà-vu? ;-)
...
...
...

Freitag, 7. Juli 2006

damals,... vor fünf Jahren

Woodstage [7. Juli 2001, Glauchau]

Als wir den Gründelpark Samstag Vormittag gefunden hatten, waren noch Unmengen von Tickets zu haben; was sich dann in einem erhöhten Eintrittspreis von 65,- DM/Ticket niederschlug.

Kaum hatten wir den Eingang zum Park passiert und uns auf das Gelände gewagt, kam uns K. entgegen und begrüßte uns sogleich. (Darüber, dass er mich sofort aus der Menge der Woodstage- Pilgerer heraus identifizierte, bin ich auch jetzt noch erstaunt. Ich hätte ihn nicht erkannt.)

Vorausdenkend - wie ich nunmal bin *lol* - hatte ich eine Decke, mit der wir unser Revier markierten, mitgebracht. Es sah echt klasse aus: unmittelbar vor der Bühne bis hin zum Beginn der Rasenfläche war gähnende Leere, und dahinter erstrahlte ein Meer aus Wolldecken, auf denen sich die Leute räkelten und die sengend- heiße Sonne anbeteten.

Gegen 12:30 Uhr ging’s los.

Die Opener - Zombie Joe - hatten es sehr schwer, die Schwarzen sowie das Buntvolk zu entflammen; dabei waren die Jungs gar nicht so übel. Ich hab’ mich kaum getraut zu applaudieren, weil’s ansonsten so gut wie keiner tat.

Als nächstes (nach einer kurzen Umbau- und Soundcheck- Pause, die übrigens zwischen allen Auftritten relativ zügig vonstatten ging) kam eine lokale Größe dran: Accessory... zwei düster- rappende (???) Sänger, die sich im synchronisierten Schattenboxen übten, ein Keyboarder und ein Schlagzeuger.... eine komische Kombination, wie ich finde. Den Typen kam der Heimbonus zugute, würde ich meinen, denn sooo toll waren sie meines Empfindens nach nicht.

Tja, und es ward Zeit für die Instanzler...

Vorher schwärmte ich K. dermaßen von den sieben Süßen vor, dass er nicht anders konnte, als mich zur Bühne zu begleiten. Aber aus irgendeinem Grund, den Mutti, bevor er zu „Der Geigenspieler" losfiedelte, nannte, waren die Dresdner vergleichsweise schlecht. Robin hatte wohl Probleme, das Mikro zu bedienen, denn sein Gesang ließ bezüglich der gewohnten Tiefe zu wünschen übrig. Der Rest der Truppe lieferte gute Arbeit; aber ich hab’ sie besser in Erinnerung. Den Fans, die zahlreich erschienen waren und ausgelassen abfeierten, muss es nichts ausgemacht haben, dass die Instanzler nicht das Beste aus sich herausholten. ... Wahrscheinlich lag’s wirklich an dem EINEN alkoholischen Freigetränk pro Bandmitglied. (Mehr gab der Veranstalter nämlich nicht ‘raus.) Mutti sagte in etwa dazu: „Rock ohne Gitarren [bestimmt ‘ne kleine Anspielung auf den Verlust dreier Gitarren aus dem Equipment von LI... Robin ließ es sich auch nicht nehmen, die Thüringer mies zu machen.]... geht..., aber ohne Alkohol...???" Die Ärmsten... *lach* Und sie stimmten „mit mir allein" nicht an. *schnief*

Illuminate sahen wir (K. und ich.... die anderen beiden saßen abseits auf der Decke) uns ebenso aus der Nähe an. ... [Beim WGT musste ich ja zugunsten von Zeromancer auf die Band verzichten.] ... hmmm, die Elfen fehlten, und es war einfach viel zu hell für diese Art Musik... Dennoch kam der Abschlusssong, „Der Traum des Tänzers", irre gut. *schauder*

Die Blind Passengers nahmen wir nur nebenbei, während wir unseren Durst und Hunger stillten, wahr. ... nett! Hätten wir mit dem sättigenden Mahl bloß gewartet, bis Keimzeit uns vorgesetzt wurde.
Keimzeit... au Backe! Der Veranstalter wies das Publikum darauf hin, dass wir doch bitte das Schubladendenken unterlassen und tolerant gegenüber vermeintlich (? *lol*) zur Szene unpassenden Gesangsvereinen sein sollten.

Naja... Es war schon traurig, als die Zeit, die den Typen zur Verfügung stand, abgelaufen war, ehe sie den angekündigten (!!!) letzten Song zum Besten geben konnten. *prust*

Zu L’âme Immortelle nahmen wir die Plätze auf unserer weichen Unterlage wieder ein. ... [A. hatte sich vorher aus dem Staub gemacht, um „eine kleine Runde" ums Gelände zu drehen.] ... Einige Musikstücke der Österreicher, so z.B. „life will never be the same again" sowie „changes" entlockten mir das ein oder andere Seufzen. schöööön!

Den lieblichen Gesängen folgte die krachende Show von Oomph!, die die Masse mitriss. ... Wir hatten unser Plätzchen auf dem Rasen verlassen, um die übriggebliebenen Acts durchgängig aus der Nähe betrachten zu können. ... Oomph! gaben alles, und die Menge tobte. :-) Sie waren beinahe so gut wie beim WGT- Auftritt.

Weiter ging’s mit In Extremo, die ich zum ersten Mal live erlebte. woaaah! Die Mittelaltertruppe animierte so manchen Festivalbesucher dazu, die Beine im Takt zu schwingen und die Texte mitzugröhlen. *g* ...

Einer der lustigen Gesellen hatte am Samstag Geburtstag, und so ergab es sich, dass wir jenem Mann ein Ständchen brachten. Das ging dann so: „happy birthday to you.... happy birthday to you... happy birthday, Dr. Pymonte.... happy biiiiirthdaaaayyy toooo youuuu..."

Die folgende Pause, in der zum wiederholten Mal das Hot- Chocolate- Album von Limp Bizkit aufgelegt wurde [Im ersten Teil des Festivals durften wir uns mehrmals die Black- Market- Music- Scheibe von Placebo anhören.], überbrückten wir, indem wir für unser leibliches Wohl sorgten. ... ahja, nach den letzten Klängen von In Extremo fanden wir A. endlich; verabschiedeten uns aber für ‘ne Weile wieder von ihm, da uns Boa nicht so sehr reizte.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, ließen wir die restlichen Songs von Phillip Boa & The Voodooclub über uns ergehen. Der Mann war g r o t t e n s c h l e c h t !!! (sagte selbst A., und DAS will ‘was heißen!) Entweder war das Zeug, das er geraucht/geschluckt hatte, mengenmäßig zu wenig oder etwas zu viel. Wer weiss? ... Nun ja...K., M. und ich verdrehten abwechselnd die Augen, applaudierten verhalten, buhten stattdessen und machten uns (mehr oder weniger) über die zahlreichen Boa- Fans lustig. [ja, ja... wir sind böse und gemein *g*] Die „ausziehen, ausziehen"- Rufe irritierten mich dann doch ein bisschen...

Auf den folgenden Auftritt warteten wir bereits den ganzen Tag mit leichter Erregung: APOCALYPTICA!!!!
Und der Regen setzte ein...

Nach einer halben Ewigkeit, in der wir schon befürchteten, der Veranstalter würde das Festival frühzeitig wegen des plötzlichen Wolkenbruchs beenden, wurde Apo - unter Beifallsbekundungen der Woodstage- Besucher - angesagt. [Wir hatten uns (ohne A.... wiedermal...) bis zur fünften Reihe oder so vorgekämpft, um die vier Finnen besser sehen zu können. ... btw: Max Lilja - der bärtige Blonde - konnte nicht dabeisein, weil er sich die Hand gebrochen hatte. Für ihn hatten sie aber einen Ersatz im „Gepäck".] Der Mastermind musste seinem Ärger über das eklige Wetter Luft machen und schmetterte uns ein „fuck the rain!" entgegen. Ja, ja... Dabei standen/saßen die Jungs im Trocknen... und wir anderen waren nach einigen Minuten nass bis auf die Haut und standen knöcheltief im Regenwasser. Tja, und es wäre ja auch zuuu schön gewesen, hätte das Gewitter NICHT eingesetzt.

Ich hab’ panisch zum Himmel, den herumstehenden Bäumen und zum Wasser, in dem wir uns aufhielten, geguckt. K. hat versucht, mich zu beruhigen und mir die Angst vor einem Blitzeinschlag zu nehmen... und es gelang ihm sogar kurzzeitig. Im Nachhinein muss ich allerdings zugeben, dass gerade das Gewitter und der strömende Regen eine wunderbare Atmosphäre zum Auftritt Apo’s aufkommen ließen. :-)

Muss ich explizit erwähnen, dass Apo die beste Show des Tages ablieferte? Es war grandios, die vier Cellisten und deren Fans in Ekstase zu erleben. Bei Stücken von Metallica, Slayer (und teilweise bei Sepultura) sangen die Leutchen lauthals mit.... nicht wirklich „im Takt", aber Apo kam nicht durcheinander. *lach*... hach ja... *seufz* genial!!!

Als Apocalyptica von der Bühne verschwunden war, entschlossen wir uns nach einigem Überlegen dazu, Project Pitchfork und Wolfsheim sausen zu lassen, da es merklich kühler wurde, noch immer donnerte und blitzte und wie aus Eimern goss.

Nach einem kurzen Anruf, der dazu diente, A. ausfindig zu machen, schritten wir - den größten Pfützen ausweichend (wozu eigentlich???) - zum Ausgang. Minuten später kam A. auf uns zu, und wir gingen gemeinsam zum ca. einen Kilometer entfernten Parkplatz, auf dem unsere fahrbaren Untersätze auf uns warteten.

[Aus einiger Entfernung vom Gründelpark hörten wir die Stimme des Ansagers, der das Festival wegen des miesen Wetters für beendet erklärte. Die Leute [es waren seeehr viele Pitchfork- Fans zugegen], die bis zu diesem Augenblick ausgeharrt hatten, nahmen diese Nachricht nicht so leicht auf, wurden aber damit vertröstet, dass die Konzerte von PP und Wolfsheim nachgeholt werden würden und man mit dem Woodstage- Ticket freien Einlass bekommen würde.]

hmmm... Völlig durchnässt, aber glücklich und zufrieden, stiegen wir - nach dem Verabschieden von K. - ins Auto und düsten (*lol* bei DEM Wetter unmöglich!) Richtung A.’s alte Heimat los...

Samstag, 1. Juli 2006

damals,... vor drei Jahren + acht Tagen

Björk + Peaches [23. Juni 2003, Berlin]

Dass das Konzert - schon allein wegen der Tatsache, dass es das einzige Björk-Konzi deutschlandweit (neben einem Abstecher beim Hurricane-Festival) in diesem Jahr sein sollte, etwas Besonderes sein würde, dachte ich mir, trotzdem hielt sich meine Vorfreude in Grenzen, weil mich die Musik der zierlichen Isländerin bisher nicht wirklich - im positiven Sinn - reizte.

Die Veranstaltung sollte um 20 Uhr in der alten Arena in Berlin-Treptow beginnen. A. und ich besuchten beide zum zweiten Mal (aber erst zum 1. Mal gemeinsam) ein Konzert in dieser relativ großen, schmucklosen Halle.
Angereist waren wir mit der S-Bahn, und während wir auf den Einlass zusteuerten, wimmelte es weit und breit nur so von Leuten, die unser Vorhaben teilten.
Kaum waren wir von dem Veranstalter-Personal abgefertigt worden, kleckerten die ersten Regentropfen vom grauen Düsterhimmel, der Minütchen vorher durch Blitze erhellt wurde. Die Leute, die nach uns die Arena betraten, waren klatschnass.

Bis zum Auftrittsbeginn des Support-Acts, Peaches, blieb uns wenig Zeit, welche dann (meinerseits) mit einem Gang zur Damentoilette und mit der Suche nach annehmbaren Stehplätzen überbrückt wurde.

Peaches hatte ich ‘mal bei einer Charlotte-Roche-Sendung „kennengelernt"; A. hatte den Überraschungsmoment auf seiner Seite. *ggg*

Was da 40 (45?) Minuten lang auf uns zurollen sollte, war kaum zu ertragen: Die (punk-rockige) Musik sowie ein Teil der Vocals kam vom Band. Alleinunterhalterin war eine durchgeknallte, nervende Tussi, die lasziv über die Bühne fegte, sich dabei ständig (so kam es mir vor) in hässliche Outfits zwängte, und eine - nach meinem (!) Geschmack - ätzende Singstimme mit dümmlichen Texten (inklusive „fuck", „motherfuckers", usw.) paarte.
Schon nach dem zweiten Song bat ich A. darum, mich zu erschießen. Wenn ich geahnt hätte, was noch auf mich draufzukommen würde, hätte ich’s selbst getan. ;-)
Als Peaches, mit einem Brechreiz verursachenden Badeanzug bekleidet, das Publikum mit „shake your dicks, shake your titts!" und entsprechenden Gesten zum Mitmachen animieren wollte (es misslang ihr!), hatte ihr Auftritt seinen absoluten Tiefpunkt erreicht. Zu Ende war er da dennoch nicht.
Einige Fans schien sie aber zu haben; in unserer Nähe zappelte sich ein Typ ununterbrochen die Seele aus dem Leib, und ab und zu waren Geklatsche und „Peaches, Peaches"-Rufe zu hören. Naja, echt nicht meines!

In der Pause trank ich einen Becher Apfelschorle und kehrte danach zu A. Standort zurück.

Mittlerweile war das Publikum total heiß auf Björk, die dann auch recht bald loslegte. Begleitet wurde sie durch ein kleines Orchester (Harfe, Violinen, Cello, ?, ?, ?,) und zwei „Turntablerockers", welche insgesamt für eine phantastische Klangkulisse sorgten.
Noch nie zuvor hatte ich einen solch brillanten Sound während eines Konzerts wahrgenommen; es war alles super-klasse eingestellt.... nicht bloß der Ton, sondern auch das Licht bzw. - später dann - die Pyro-Spielereien. :-)))

Angereichert wurde der visuelle Teil durch das gut-dosierte Einstreuen von atmosphärisch-chilligen Filmchen, die auf eine Leinwand geworfen wurden.

Zu Anfang wurden einige ruhige Songs (sicherlich vom Album „Vespertine", welches A. manchmal des Nachts auflegt, wenn ich zu Besuch bei ihm bin.... ratz-fatz pennt man dabei ein!) gespielt. Zwischendrin sorgten schnellere rockige oder Electro-Songs für mentale Auflockerung. Insgesamt eine gute set-list, denke ich ‘mal.

Irgendwann verschwand Björk, die eine wahrlich faszinierende Ausstrahlung hat (hab’ leider nicht so oft einen Blick auf die Kleine erhaschen können), von der Bühne und ließ sich nur noch 2x für jeweils eine Zugabe zurückrufen.

Den zahlreich erschienenen Fans hat’s gefallen und mir ebenso. Wäre Peaches nicht aufgetreten, gäbe es nichts zu meckern. ;-)

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